Aktuell: die Vereinigung der Kirchspiel Saalburg und Zoppoten

Mit einem Gottesdienst am 5. Dezember in der Kirche St. Marien in Saalburg wurde die Vereinigung der beiden Kirchspiele Zoppoten und Saalburg offiziell vollzogen.
Am 2. Advent hat dazu Superintendent Ralf-Peter Fuchs die Predigt im Gotteshaus halten.



Saalburg/Zoppoten. Seit mehreren Monaten läuft der Vereinigungsprozess.
Zum künftigen Kirchspiel gehören dann Friesau, Röppisch, Zoppoten, Pöritzsch, Isabellengrün, Saalburg, Kulm, Raila, Wernsdorf und Kloster.

Die Gemeindekirchenräte sind seit Monaten in die strukturellen Veränderungen eingebunden. Am 9. November gab es ein gemeinsames Treffen.
Ende Oktober wurde zu einer Veranstaltung nach Saalburg eingeladen. Informationen darüber gingen an jeden Haushalt in der Stauseegemeinde.
"Zu dem Informationsabend waren Gemeindeglieder und Einwohner eingeladen", sagte der Kirchenratsälteste Volker Ehrhardt. Gekommen waren 30 Gäste. "Wir haben uns gefreut, über die, die da waren", sagte der engagierte Christ. "Angesichts der Tragweite der Kirchenfusion hätten es aber mehr sein können."
Zu Gast war auch Superintendent Fuchs. "Wir haben über die Veränderungen gesprochen und welche Chancen darin liegen, neue Wege zu gehen", sagte Volker Ehrhard. Er wünscht sich, dass sich die Menschen wieder mehr auf das Kirchenleben besinnen und mehr zum Gebet finden.
Der demografische Wandel macht vor den Kirchgemeinden nicht halt. Die Zahl von Gemeindegliedern pro Pfarrei ist auf 1200 Menschen festgelegt worden.
Da die Pfarrstelle in Saalburg seit Jahren vakant gewesen ist, war die Vereinigung mit Zoppoten naheliegend.
Zur Informations-Veranstaltung gab es zwei Streitthemen: Das Pfarrhaus in Saalburg sowie der Name und der Pfarrsitz der schon bald fusionierten Gemeinde. Der Pfarrsitz ist in Zukunft Zoppoten.
"Wir haben die günstige Gelegenheit, das Pfarrhaus in Saalburg zu vermieten", sagte Volker Ehrhardt. Das ist ein absoluter Glücksfall."
Damit trat er Spekulationen entgegen, die alte Pfarrei solle veräußert werden. Zwei Wohnungen werden dort vermietet.
Der Pfarrsaal steht weiter für Veranstaltungen der Gemeinde weiter zur Verfügung. Ein Pfarrhaus-Briefkasten soll am Gebäude angebracht werden.
Auf einen Namen hat man sich noch nicht geeignet. "An erster Stelle steht Kirchspiel", betonte Pastorin Stephanie Möller. "Jeder sinnvolle Vorschlag ist gerne willkommen."
Die Vereinigung brauche Zeit, sind sich Volker Ehrhardt und Stephanie Möller einig. "Es ist ein Findungsprozess", sagte der Kirchenälteste.
Ehrgeizige Pläne gibt es zum früheren Rüstzeitheim in Saalburg. Das Gebäude neben dem Pfarrhaus soll modernisiert werden.
"Wir wollen an die alte Tradition anknüpfen und wieder Gäste beherbergen", sagte Volker Ehrhardt. "Spenden sind herzlich willkommen."

Ulf Rathgeber / 13.11.10 / OTZ

http://schleiz.otz.de/web/lokal/detail/-/specific/Kirchenvereinigung-von-Saalburg-und-Zoppoten-auf-dem-Weg-599057120